Räumliche Disparitäten bei kommunalen Gebühren

Ba­sie­rend auf den Daten des Bundes der Steu­er­zahler NRW vom Au­gust 2011 zeigt sich in der gra­phi­schen Dar­stel­lung ein räum­li­cher Un­ter­schied bei den kom­mu­nalen Ge­bühren in Nord­rhein-West­falen. Am Bei­spiel der Ab­was­ser­ge­bühren zeigen sich Dis­pa­ri­täten zwi­schen Stadt und Land. Wäh­rend in den städ­ti­schen Zen­tren die Ge­bühren je Haus­halt in der Regel zwi­schen 500 und 750 Euro im Jahr liegen, fallen die Ge­bühren im länd­li­chen Raum deut­li­cher höher aus.

NRW Abwassergebühren_2011

Ins­be­son­dere in der Eifel, dem Ber­gi­schen Land in Rich­tung Wes­ter­wald und Ost­west­falen-Lippe steigt die Kos­ten­be­las­tung für Ab­wasser oft auf rund 1.000 Euro im Jahr. Hin­gegen fällt ge­rade das Müns­ter­land aus diesem Muster und weist na­hezu durch­gängig mit die nied­rigsten Ge­bühren auf. Die Er­klä­rungs­an­sätze für dieses Phä­nomen sind viel­fältig: Der länd­liche Raum ist ge­prägt durch eine an­spruchs­volle To­po­gra­phie, die teure In­fra­struk­turen er­for­der­lich macht. Zudem führen öko­no­mi­sche Ska­len­ef­fekte in den dünn be­sie­delten Ge­bieten zu hö­heren Pro-Kopf-Kosten als in den dicht­be­sie­delten Städten. Dies er­klärt je­doch nicht die nied­rigen Ge­bühren z.B. im Müns­ter­land, auch und ge­rade im Ver­gleich zu den Städten des Ruhr­ge­biets. Denkbar wäre eben­falls, dass in den güns­ti­geren Kom­munen letzt­lich keine kos­ten­de­ckenden Ge­bühren er­hoben werden und damit Fi­nanz­de­fi­zite und In­ves­ti­ti­onsstaus in Kauf ge­nommen werden. Vor diesem Hin­ter­grund wird der tiefer­ge­hende For­schungs­be­darf deut­lich, um für die räum­li­chen Un­ter­schiede bei den kom­mu­nalen Ge­bühren über­zeu­gende Ant­worten zu finden.

Link zur Pres­se­mit­tei­lung und zu den Daten des BdSt NRW

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